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Rückbau einer Chlor-Alkali-Elektrolyse

Bis vor einigen Jahren wurde für die technische Umsetzung der Chlor-Alkali-Elektrolyse oft das so genannte Amalgam-Verfahren eingesetzt. Obwohl bei diesem Verfahren Quecksilber in grossen Mengen verwendet wurde, waren mögliche Verschleppungen äusserst gering, weil das Metall in speziellen Zellen eingeschlossen war.

Der Rückbau solcher Anlagen stellt dagegen heute eine besondere Herausforderung dar. Quecksilber ist ein äusserst giftiges Schwermetall; je nach Aufnahme sind sowohl akute als auch chronische Wirkungen möglich. Unerlässliche Voraussetzung für die Sanierung der Anlage sind verschärfte Arbeitssicherheitsmassnahmen und die Ausführung der Arbeiten in mehreren Etappen:

1. Etappe: Entleeren des Quecksilbers aus den Elektrolysezellen.

2. Etappe: Spülen der mit Quecksilber verunreinigten Installation mit einem Oxidationsmittel.

3. Etappe: Ausbau der Zellen und Zerlegen des mit Quecksilberkontaminierten Stahls und Anlagenteile.

4. Etappe: Der Stahl hat kleine Poren in denen das Quecksilber immer noch in Spuren vorhanden ist. Die kontaminierte Stahlteile und Flächen wurden mittels Sandstrahl-Technik und mit einer besonders ausgerüsteten Anlage mit speziellen Filtern gereinigt.

5. Etappe: Zur Verwertung des Stahls und des Sandstrahls sowie zur Entsorgung der Abfälle stehen heute folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
- Verwertung: Wiederaufarbeitung des kontaminierten Stahls in einem speziell ausgerüstetem Stahlwerk
- Verwertung: thermische Behandlung des Sandstrahls in einer speziellen Anlage mit Quecksilber-Rückgewinnung
- Entsorgung der Quecksilber-kontaminierten Sonderabfälle durch spezielle Verpackung und Einlagerung in Untertagedeponie (UTD).

Chlor-Alkali
Beim Rückbau einer Chlor-Alkali-Elektrolyse (Amalgam-Verfahren) wurden besondere Arbeits- und Gesundheitsschutzmassnahmen getroffen.

Rückbau von Galvanik-Anlagen

Bei der Galvano-Technik werden die Oberflächen von Werkstücken mit metallischen und anderen Überzüge geschützt, veredelt oder mit besonderen Eigenschaften versehen. Das Verfahren stellt aber wegen dem breiten Einsatz von Cyaniden, Chromaten und Schwermetallen besondere Anforderungen hinsichtlich Umwelt und Gesundheitsschutz. Oftmals wurde kein geordneter Betriebsstillstand eingeleitet. Diese Anlagen können daher heute nur unter grossem Aufwand saniert werden.

Galvanik
Galvanik vor dem Rückbau

Galvanik
Galvanik nach dem Rückbau

Die Chiresa AG verfügt über eine langjährige Erfahrung mit dem Rückbau von Galvanik-Betrieben. Das prinzipielle Vorgehen ist:

Entsorgung der restlichen Bäder und Rückstände

Entleeren und Demontage der Galvanikbäder und sämtlichen produkteführenden Leitungen

Ausbau und Reinigung der Tanks und Becken

Analytik des anfallenden Abfalls und anschliessende Verwertung oder Entsorgung

Dekontamination und Übergabe der Räume

Rückbau von Tanks mit weissem Phosphor

Bedingt durch die Entwicklungen in der chemischen Industrie werden neue Produktionsmethoden eingeführt und Produktionsstätten stillgelegt. Die alten Betriebsstandorte müssen für die neue Aufgaben vorbereitet werden. Deshalb müssen Lagertanks von gefährlichen Ausgangsmaterialien entsorgt werden. Ein typisches Beispiel ist die Entsorgung von grossen Mengen an weissem Phosphor. Dieser Stoff beinhaltet ein sehr hohes Gefahrenpotential, da er sich an der Luft selbst entzünden kann und damit hochgiftige Gase freisetzt.

Phosphor
Öffnung eines Tanks mit weissem Phosphor

Die Demontage der Lagertanks und die Entfernung des Phosphors können nur manuell erfolgen, da das Material wegen der hohen Brandgefahr ständig unter Wasser gehalten werden muss. Das setzt sehr hohe Anforderungen hinsichtlich Arbeitssicherheit sowie Gesundheits- und Umweltschutz voraus. Die Phosphorrückstände müssen in geeigneten Sonderverbrennungsanlagen entsorgt werden.

Phosphor
Reinigung des Tanks mit einem Hochdruck Wasserstrahl

Die mit Phosphor stark verkrusteten Stahloberflächen werden mit Hilfe der Hochdruck Wasserstrahl-Technik gereinigt. Erhöhte Sicherheits- und Arbeitsschutzmassnahmen sind unerlässlich.

Kt. Wallis (2006/2008).

Im Rahmen von zwei Aufträgen im Kt. Wallis hat die Chiresa AG ausgediente Tankbehälter mit Rückständen von weissem Phosphor zurückgebaut. In beiden Fällen musste der Rückbau ohne bedeutende Unterbrüche des naheliegenden Produktionsbetriebs durchgeführt werden. Dabei wurden Sicherheitskonzepte mit Massnahmen zur sorfortigen Brandbekämpfung, unter Berücksichtigung der betriebsinternen Sicherheitsvorschriften und standortsspezifichen Gegebenheiten, entwickelt.

Südfrankreich (2007).

Nach der Stilllegung eines Betriebstandortes in Südfrankreich blieben diverse Anlagen mit Rückständen von weissem Phosphor zurück. Die Chiresa AG erhielt den Auftrag für den fachgerechten Rückbau von drei „Phosphor-Tanks“ mit einem Fassungsvermögen von bis zu 200 m3 sowie die komplette Entleerung und Reinigung von mehreren Auffangbecken. Die Sanierungsmassnahme setzte sich prinzipiell aus folgenden Elementen zusammen:

Besichtigung der Anlagen vor Ort durch unsere Spezialisten

Erarbeitung eines Rückbau- und Sanierungskonzeptes

Ausführung der Sanierung nach genau definierten Arbeitsphasen: Demontage / Reinigung / Entleerung / Verpacken.

Reinigung der mit Phosphor stark verkrusteten Stahl- und Betonoberflächen mit Hilfe der Hochdruck Wasserstrahl-Technik. Demontage des Tanks manuell (schneiden und zerlegen).

Entnahme und Überführung der Phosphorrückstände in Flüssigkeitsgeprüften Behälter grösstenteils manuell. Damit konnte die Abwicklung der Arbeit auf der Baustelle sicher betrieben werden und die Aufbewahrung des weissen Phosphors und Transport zur Entsorgungsanlage gewährleistet werden.

Verbrennung der Phosphorruückstände in einer speziell ausgerüsteten Sonderverbrennungsanlage.

Wegen potentieller Vergiftungs- und Brandgefahr wurden während der gesamten Sanierungsmassnahme erhöhte Sicherheits- und organisatorische Massnahmen bereitgestellt.

Entfernung von PCB-haltigen Beschichtungen

Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind synthetisch hergestellte Verbindungen mit vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten. Sie wurden dank ihrer guten Isoliereigenschaften häufig in Kondensatoren und Transformatoren eingesetzt. Als Additiv in Farben und Lacken, unter anderem für metallische Bauteile, fanden PCB auch breite Anwendung. Trotz ihren guten Eigenschaften sind PCBs umweltbelastende und gesundheitsschädigende Stoffe. Sie sind schlecht abbaubar und bei hohen Temperaturen entwickeln sich hochgiftige Dioxine und Furane.   

Im Rahmen der Erneuerung des ewz-Kraftwerks Wettingen gab es grosse Flächen mit PCB-beschichteten Stahlteilen. Da sie in dieser Form nicht direkt der Verwertung zugeführt werden konnten, wurde die Chiresa AG im Jahr 2006 beauftragt, die PCB-haltigen Anstriche gesetzt- und umweltkonform zu entfernen. Die Arbeiten wurden vor Ort in einem für diesen Zweck eingerichteten Zelt ausgeführt und durch verschiedene Umweltschutzmassnahmen ergänzt. So wurde zur Minimierung von PCB-belasteten Staubemissionen eine spezielle Filteranlage eingesetzt. Zudem wurden Bodenproben vor und nach den Arbeiten genommen und Laboranalysen unterzogen. Die mit PCBs belastete Lackschicht wurde mechanisch mittels Sandstrahler-Technik und unter sicheren Arbeitsbedingungen abgetrennt.

PCB
Stahlbau-Oberfläche nach der Entfernung der PCB-haltigen Beschichtung

Der PCB-belastete Sand wurde als Sonderabfall entsorgt. Der gereinigte Stahl konnte dann ohne weitere Massnahmen der Wiederverwertung zugeführt werden.

Asbestsanierung in einem Pharmabetrieb

Die Chiresa AG ist eine von der der SUVA anerkannte Asbestsanierungsfirma.

Im Herbst 2010 hat unser Fachteam eine Asbestsanierung in einem Pharmabetrieb im Raum Basel durchgeführt. Neben der Entfernung von Eternitplatten mit festgebundenem Asbest lag der Schwerpunkt der Arbeiten auf der Beseitung von PVC-Belägen, diversen Weichasbestplatten sowie mehreren Metern von Asbestschnüren um Rohre mit schwachgebundenem Asbest. Für die Arbeiten (die mehrere Stockwerke im Gebäude betrafen), wurden erhöhte Sicherheitsmassnahmen getroffen. Unter anderem umfassten diese Massnahmen die Einrichtung von Sanierungszonen mit Schleusensystem, Luft-Unterdruckverhältnissen und Filteranlage. Die asbesthaltigen Abfälle wurden vorschriftsmässig verpackt und bezeichnet, und dann umweltgerecht durch die Chiresa AG entsorgt.

Die sanierten Bereiche wurden erst nach Luftmessungen freigegeben, wobei die Luftqualitätskontrollen von einem unabhängigen Umweltdienstleistungsbüro durchgeführt wurden.

Machbarkeitsstudie zur Entsorgung von Chemieabfällen in Prishtina (Kosovo)



2008/2009 hat die Chiresa AG im Auftrag des kosovarischen Energieunternehmers KEK und unter der Verwaltung der Weltbank eine Machbarkeitsstudie zur umweltgerechten Entsorgung von ca. 20'000 t giftiger Produktionsrückständen aus einem stillgelegten Braunkohlebetriebenen Gaswerk durchgeführt.

Machbarkeitsstudie zur Entsorgung von Chemieabfällen

Anhand von umfassenden Feld- und Laboruntersuchungen hat die Chiresa AG gezeigt, dass der Hauptanteil der Produktionsrückstände - vor allem phenolhaltige Abwässer- vor Ort mittels chemisch-physikalischen Verfahren entgiftet werden können. Die besonders gefährlichen Abfallfraktionen müssen Entsorgungsanlagen im Ausland entsorgt werden.

Im Rahmen ihrer Studie hat die Chiresa AG die folgenden Leistungen erbracht:

Machbarkeitsstudie für den sicheren Umschlag und Transport sowie die umweltgerechte Entsorgung von 20'000 t gefährlichen Produktionsrückständen in flüssiger, pastöser und fester Form.

Umweltmanagement-Plan

Umweltverträglichkeitsbericht

Arbeits- und Gesundheitsschutzplan

Ausschreibungsunterlagen für die Ausführung der Sanierungsarbeiten unter Berücksichtigung der Weltbankauflagen.

Die Arbeiten für die Entsorgung der Produktionsrückstände sind im Jahr 2010 im Rahmen eines international ausgeschriebenen Wettbewerbs vergeben worden und sollen voraussichtlich im Jahr 2011 abgeschlossen werden.

Die Machbarkeitsstudie wurde zusammen mit dem Büro Dr. Heinrich Jäckli AG durchgeführt, das sich mit der hydrogeologischen Charakterisierung des Standortes und mit altlastenrelevanten Untersuchungen befasst hat.

Dekontamination und Rückbau einer militärischen Leuchtkörper-Messanlage



2010 erhielt die Chiresa AG den Auftrag von der Schweizer Armee, eine Anlage zur Prüfung von Leuchtkörpern zu dekontaminieren und zurückzubauen.

Dekontamination und Rückbau einer militärischen Leuchtköper-Messanlage

Durch Verbrennen von Leuchtkörpern blieben schwermetallhaltige Ablagerungen zurück die sich grösstenteils nur mittels Wasserstrahltechnik entfernen liessen. Durch die Dekontamination der belasteten Anlageteile und den anschliessenden Totalabbruch konnte eine hochwertige Arealfläche zurückgewonnen werden.

Die durch Wasserstrahltechnik angefallenen Abwässer wurden in unserer chemisch-physikalischen Anlage behandelt. Die festen Abfälle wurden separat verpackt und in Sonderverbrennungsanlagen entsorgt (z.B. Filter). Die dekontaminierten Stahlteile und die abgebrochenen Betonteile sind der Wiederverwertung zugeführt worden.

Rückbau eines Wärmetauschers

Der Rückbau von gefahrstoff-belasteten Industrieanlagen stellt hohe Anforderungen hinsichtlich Arbeitssicherheit und Umweltschutz dar. In diesem Zusammenhang verfügt die Chiresa AG über geeignete Räumlichkeiten und technische Einrichtungen, die die sichere Abwicklung von komplexen Rückbauvorhaben gewährleisten und auf die spezifischen Kundenbedürfnisse ausgerichtet werden können.

Rückbau eines Wärmetauschers

Die Chiresa AG hat anfangs 2011 einen ausgedienten Wärmetauscher zurückgebaut, in welchem sich nach jahrelangem Betrieb Nitrosylschwefelsäure- haltige Rückstände abgelagert haben. Die sich während des Rückbaus entwickelnden toxischen und chemisch reaktiven Gase wurden direkt an der ausgasenden Stelle abgesaugt und in unserer modernen Abluftreinigungsanlage gereinigt. Die technischen Massnahmen wurden mit umfassenden organisatorischen und personenbezogenen Schutzmassnahmen unterstützt.


Rückbau eines Wärmetauschers

 

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